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Aufmerksamkeitsökonomie beschreibt ein digitales Geschäftsmodell, bei dem Aufmerksamkeit als besonders wertvolle Ressource gilt. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube konkurrieren darum, Nutzer:innen möglichst lange auf ihren Seiten zu halten, weil dadurch mehr Werbung angezeigt und mehr Daten gesammelt werden können. Algorithmen bevorzugen deshalb oft Inhalte, die starke Emotionen auslösen – etwa Überraschung, Empörung oder Angst. Kritiker:innen warnen, dass dadurch Polarisierung und Desinformation gefördert werden können. Die Aufmerksamkeitsökonomie verändert damit nicht nur digitale Medien, sondern auch die Art, wie Öffentlichkeit funktioniert. Beispiel: Viele soziale Netzwerke belohnen kurze, emotional aufgeladene Inhalte mit hoher Reichweite, während sachliche oder komplexe Beiträge oft weniger sichtbar werden.

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