Plattformökonomie bezeichnet ein Wirtschaftsmodell, bei dem digitale Plattformen als Vermittler zwischen Anbieter:innen und Nutzer:innen auftreten und dabei selbst den wirtschaftlichen Mehrwert abschöpfen. Unternehmen wie Amazon, Airbnb oder Uber besitzen kaum eigene Produkte oder Immobilien, kontrollieren aber die Infrastruktur, über die Millionen von Transaktionen stattfinden. Dieses Modell skaliert extrem effizient, führt aber auch zu Fragen rund um Marktmacht, Arbeitnehmerrechte und faire Wettbewerbsbedingungen. Je größer eine Plattform, desto stärker der sogenannte Netzwerkeffekt: Mehr Nutzer:innen machen die Plattform für alle attraktiver. Beispiel: Uber besitzt keine eigenen Taxis, ist aber zum weltgrößten Fahrdienstvermittler geworden – ein Paradebeispiel für plattformbasiertes Wirtschaften ohne klassische Produktionsmittel.
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