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Faktencheck bezeichnet die systematische Überprüfung von Aussagen, Behauptungen oder Zahlen auf ihren Wahrheitsgehalt – durchgeführt von Journalist:innen, spezialisierten Redaktionen oder automatisierten Systemen. Faktenchecks richten sich sowohl gegen Falschinformationen im Netz als auch gegen irreführende Aussagen von Politiker:innen oder anderen öffentlichen Personen. Die Methode muss transparenten Kriterien entsprechen: Quellen werden offengelegt, Bewertungen begründet und Ergebnisse veröffentlicht. Kritiker:innen diskutieren, ob Faktenchecks tatsächlich Meinungen ändern oder vor allem jene bestätigen, die ohnehin skeptisch sind. Hinzu kommt, dass auch die Auswahl der Fakten und die Interpretation von Daten, Zahlen und Statistiken immer eine Rahmung ist. Beispiel: Der dpa-Faktencheck prüft regelmäßig viral verbreitete Behauptungen aus dem deutschsprachigen Raum und legt seine Quellen offen – ein Ansatz, der Transparenz anstrebt, aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass die Entscheidung, welche Aussagen überhaupt geprüft werden, ihrerseits eine redaktionelle und damit wertgebundene Wahl darstellt.

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