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Meinungsführer:innen bezeichnet Personen, die in ihrem sozialen Umfeld oder in der breiteren Öffentlichkeit einen überproportionalen Einfluss auf die Meinungsbildung anderer ausüben. Das Konzept geht auf die Kommunikationsforscher Paul Lazarsfeld und Elihu Katz zurück, die in den 1940er Jahren das sogenannte Zwei-Stufen-Modell der Kommunikation entwickelten: Medieninhalte erreichen breite Bevölkerungsgruppen oft nicht direkt, sondern werden zunächst von Meinungsführer:innen aufgenommen, interpretiert und dann in persönlichen Gesprächen weitergegeben. Im digitalen Zeitalter übernehmen auch Influencer:innen, Blogger:innen und prominente Social-Media-Accounts diese Rolle. Beispiel: Wenn eine bekannte Wissenschaftsjournalistin auf Social Media eine Studie kommentiert und einordnet, erreicht diese Information und ihre Interpretation oft weit mehr Menschen als die Originalpublikation selbst – ein klassisches Meinungsführer-Phänomen im digitalen Raum.

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