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News Deprivation (oder auch News Avoidance) beschreibt das bewusste oder unbewusste Meiden von Nachrichteninhalten durch Teile der Bevölkerung. Während News Deprivation den unfreiwilligen Zustand bezeichnet – etwa durch fehlenden Zugang zu Medien oder mangelnde Medienkompetenz –, meint News Avoidance die aktive Entscheidung, Nachrichten zu vermeiden. Gründe hierfür sind vielfältig: emotionale Überwältigung durch negative Schlagzeilen, Vertrauensverlust in Medien, das Gefühl der eigenen Machtlosigkeit oder schlichte Informationsüberlastung. Das Phänomen gilt als wachsende Herausforderung für demokratische Gesellschaften, da politische Teilhabe informierte Bürger:innen voraussetzt. Beispiel: Der Reuters Digital News Report verzeichnet seit Jahren einen Anstieg von Menschen, die Nachrichten aktiv meiden – besonders unter Jüngeren, die Nachrichtenthemen als belastend, repetitiv oder irrelevant für ihren Alltag empfinden.

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