Als Netzwerk bezeichnet man im medialen und gesellschaftlichen Kontext ein System von Verbindungen zwischen Akteur:innen, Inhalten oder Institutionen, die miteinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Soziale Netzwerke verbinden Menschen, Kommunikationsnetzwerke verbinden Geräte, und journalistische Netzwerke verbinden Redaktionen und Quellen. Die Struktur eines Netzwerks – wer mit wem verbunden ist, wie zentral einzelne Knoten sind – bestimmt maßgeblich, wie schnell und weit sich Informationen verbreiten. Netzwerkanalyse ist daher ein wichtiges Werkzeug der Kommunikations- und Medienwissenschaft. Beispiel: Lokale Kulturjournalist:innen, Veranstalter:innen, Blogger:innen und Stadtmagazine bilden in vielen Städten ein informelles Netzwerk, über das Informationen zu Konzerten, Ausstellungen oder Lesungen zirkulieren. Welche Ereignisse öffentliche Aufmerksamkeit erhalten und welche unbemerkt bleiben, hängt dabei wesentlich davon ab, wie gut ein Veranstaltungsort oder eine Initiative in dieses Netzwerk eingebunden ist.
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