Computational Propaganda ist eng verwandt mit den Begriffen Influence Operations oder Malinformation. Sie bezeichnen verwandte, aber unterschiedliche Formen der gezielten Informationsmanipulation. Influence Operations sind koordinierte Kampagnen – oft staatlich gesteuert –, die darauf abzielen, öffentliche Meinungen, Wahlen oder politische Prozesse zu beeinflussen. Computational Propaganda nutzt dabei Algorithmen, Bots und automatisierte Accounts, um Botschaften massenhaft zu verbreiten und künstliche Mehrheiten zu simulieren. Malinformation hingegen bezeichnet wahre Informationen, die gezielt und in bösartiger Absicht eingesetzt werden, um Personen oder Institutionen zu schaden. Allen drei Phänomenen gemein ist die Absicht, den demokratischen Diskurs zu untergraben. Beispiel: Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl 2016 betrieb die russische Internet Research Agency nachweislich koordinierte Kampagnen auf sozialen Plattformen – mit gefälschten Accounts, die gesellschaftliche Spaltungen gezielt adressierten. Wie groß die tatsächliche Wirkung auf das Wahlverhalten war, ist in der Kommunikationswissenschaft jedoch bis heute umstritten. Die Forschung warnt vor einer Überschätzung des Einflusses einzelner Operationen bei gleichzeitiger Unterschätzung struktureller Ursachen von Polarisierung.
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