Malinformation ist eng verwandt mit den Begriffen Influence Operations oder Computational Propaganda. Sie bezeichnen verwandte, aber unterschiedliche Formen der gezielten Informationsmanipulation. Influence Operations sind koordinierte Kampagnen – oft staatlich gesteuert –, die darauf abzielen, öffentliche Meinungen, Wahlen oder politische Prozesse zu beeinflussen. Computational Propaganda nutzt dabei Algorithmen, Bots und automatisierte Accounts, um Botschaften massenhaft zu verbreiten und künstliche Mehrheiten zu simulieren. Malinformation hingegen bezeichnet wahre Informationen, die gezielt und in bösartiger Absicht eingesetzt werden, um Personen oder Institutionen zu schaden. Allen drei Phänomenen gemein ist die Absicht, den demokratischen Diskurs zu untergraben. Beispiel: Wenn wahre, aber längst veraltete Informationen über eine Person – etwa ein Jahrzehnte zurückliegender Vorfall ohne weitere öffentliche Relevanz – gezielt wieder in Umlauf gebracht werden, um deren Ruf nachhaltig zu beschädigen, handelt es sich um Malinformation. Nicht die anzuzweifelnde Wahrheit ist hier das Problem, sondern die böswillige Absicht hinter ihrer Verbreitung – eine Unterscheidung, die klassische Faktenchecks an ihre Grenzen bringt.
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