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Die Informationskrise beschreibt einen Zustand, in dem das öffentliche Informationsökosystem so stark gestört ist, dass verlässliche, gemeinsam geteilte Grundlagen für gesellschaftliche Debatten und demokratische Entscheidungsprozesse fehlen. Ursachen sind unter anderem die Verbreitung von Desinformation, der Vertrauensverlust in etablierte Medien, die Fragmentierung von Öffentlichkeiten durch soziale Medien sowie der wirtschaftliche Druck auf den Qualitätsjournalismus. Die Informationskrise gilt als eine der zentralen Herausforderungen liberaler Demokratien im 21. Jahrhundert. Beispiel: Der Reuters Digital News Report dokumentiert seit Jahren einen kontinuierlichen Rückgang des Vertrauens in Nachrichtenmedien quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen – nicht als Folge eines einzelnen Ereignisses, sondern als Summe wiederholter Erfahrungen mit als einseitig, fehlerhaft oder interessengeleitet wahrgenommener Berichterstattung. Wenn ein wachsender Teil der Bevölkerung keiner Quelle mehr grundsätzlich vertraut, wird gemeinsame demokratische Urteilsbildung strukturell erschwert.

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